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Warum Taten mehr als Worte sagen

Die Ressourcenrevolution kann nur Realität werden, wenn wir nicht nur reden, sondern auch handeln.

20 September 2017

Naturkulisse

Von Stefan Ranstrand, President und Chief Executive Officer, TOMRA Systems ASA

Die Ressourcenrevolution setzt sich aus vielen Elementen zusammen, aber das Wichtigste ist, dass Maßnahmen ergriffen werden, um weltweit eine optimale Ressourcenproduktivität sicherzustellen.

Unternehmen und andere Organisationen haben bereits viel unternommen und sich näher mit der Nutzung der endlichen Ressourcen unseres Planeten und der Frage, wie die Bedürfnisse der schnell wachsenden Bevölkerung erfüllt werden können, befasst. Dafür sind jedoch bereichsübergreifende Zusammenarbeit und kreative Ideen vieler Akteure nötig.

Wir wissen, dass auf den globalen Ressourcen ungemeiner Druck lastet und die Ressourcenproduktivität nachhaltige Entwicklung ermöglichen kann. In den nächsten vier Jahrzehnten wird die Zahl derer, die mithilfe bestehender Anbauflächen ernährt werden müssen, um ein Drittel steigen – es ist offensichtlich, dass sich etwas ändern muss.

Wir wissen auch, dass es nicht ausreicht, einfach nur die Notwendigkeit von Veränderung zu erkennen. Vielmehr müssen Chancen geschaffen und neue Ansätze entwickelt werden, um das Problem zu lösen, aber dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn wir handeln.

Fortschritt durch Technologie

Intelligente Lösungen sind Grundvoraussetzung, um die Ressourcenrevolution Wirklichkeit werden zu lassen. Das gilt vor allem für die Technologie, die eine entscheidende Rolle dabei spielen kann und wird, Pläne in die Tat umzusetzen.

Sensorbasierte Lösungen optimieren unsere Ressourcen, weil es dadurch einfacher ist, sie zu gewinnen, zu nutzen, zu schonen, rückzugewinnen, zu recyceln und zu revitalisieren.

Mit richtiger Aufklärung und Umsetzung können wir die Möglichkeiten schaffen, dass Menschen und Unternehmen mehr Ressourcen erhalten, weniger verbrauchen und sie wiederverwenden. Damit tragen wir dazu bei, dass unser Planet zu einem nachhaltigeren Lebensraum für seine Bewohner wird.

Vision einer Kreislaufwirtschaft

Das Umweltaktionsprogramm der Europäischen Kommission ist darauf ausgelegt, die Bemühungen zum Schutz von natürlichem Kapital, zur Förderung von ressourceneffizientem und emissionsarmem Wachstum und Innovation und zum Schutz der Gesundheit und des Wohlergehens der Menschen – unter Berücksichtigung der Belastungsgrenzen der Erde – zu intensivieren.

Die langfristige Vision des Programms besteht darin, dass bis 2050 alle Menschen ein gutes Leben führen können, innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten. Wohlstand und eine gesunde Umwelt sollen sich aus einer innovativen Kreislaufwirtschaft herausbilden.

Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass nichts verschwendet und mit natürlichen Ressourcen umsichtig gewirtschaftet wird. Biodiversität soll in einer Weise geschützt, wertgeschätzt und wiederhergestellt werden, dass die der Gesellschaft erhöht wird.

Ein zentraler Faktor bei emissionsarmem Wachstum wird die Entkopplung vom Ressourcenverbrauch sein, die das Fundament für eine sichere und nachhaltige Weltgesellschaft bildet. An dieser Stelle kommt TOMRA ins Spiel: Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, sensorbasierte Lösungen für optimale Ressourcenproduktivität zu entwickeln, mit denen sich die wertvollen Ressourcen unserer Erde optimieren lassen.

Die Vision steht auf einem tragfähigen Konzept, wobei ihre Möglichkeiten weit über die EU hinausgehen. Alle Länder der Welt müssen ihren Beitrag zur Ressourcenrevolution leisten, indem sie sich überlegen, wie die endlichen Ressourcen des Planeten heute genutzt und in der Zukunft wiederverwendet werden können.

Um ein solches Vorhaben zu verwirklichen, müssen Regierungen, Politiker und Unternehmen weltweit als auch die breite Bevölkerung gemeinsam handeln.

Innovation durch Aufklärung und Bildung

Wir wissen, dass wir mehr tun müssen, um die Erde für zukünftige Generationen zu erhalten. Wir wissen auch, dass Aufklärung eine zentrale Rolle dabei spielt, diese Botschaft an unsere Nachkommen weiterzugeben, damit sie sich verfestigt.

Die UNESCO unterstreicht die Bedeutung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die die Menschen befähigt, ihre Denk- und Arbeitsweisen für eine nachhaltige Zukunft zu verändern, indem der Zugang zu hochwertiger Bildung zum thema nachhaltiger Entwicklung auf allen Ebenen und in allen sozialen Kontexten verbessert wird.

Ziel ist es, die Gesellschaft zu transformieren, indem die Bildung neu ausgerichtet wird und die Menschen unterstützt werden, das Wissen, die Kompetenzen, die Werte und die Verhaltensweisen zu entwickeln, die für nachhaltige Entwicklung nötig sind.

Um dies zu erreichen, sehen die „Ziele für nachhaltige Entwicklung“, die sich die Weltgemeinschaft für die nächsten 15 Jahre gesetzt hat, auch Bildung für nachhaltige Entwicklung vor, die auf Ansätzen wie „Politische Bildung für die Weltgesellschaft“ beruht. TOMRA hat sich bei der Entwicklung seines Programms für unternehmerische soziale Verantwortung 2016-2020 in hohem Maße von den Zielen für nachhaltige Entwicklung leiten lassen und passt sein neues CSR-Programm gerade entsprechend an.

Wenn die UNESCO auch für die Koordinierung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verantwortlich ist, so können wir doch alle einen wichtigen Beitrag leisten, Sichtweisen und Einstellungen zur Ressourcenproduktivität durch Bildung und Engagement zu beeinflussen.

Wenn die Ressourcenrevolution gelingen soll, müssen wir den Nutzen einer Kreislaufwirtschaft erkennen, zu nachhaltiger Nutzung und Wiederverwendung beitragen, diese Ansätze in unsere persönliche und unternehmerische Kultur einbetten und unseren Worten Taten folgen lassen.