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Technologie und Innovation für die Ressourcen-Schonung

Wie TOMRA Food Verantwortung, Flexibilität und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche ermöglicht

21 November 2019

Steigende Sicherheitsstandards, globaler Kostendruck, Ressourcenverantwortung und wachsende Qualitätsansprüche - dies sind einige der Anforderungen, vor denen die Lebensmittelbranche steht. Ohne innovative Technologien sind die Herausforderungen längst nicht mehr zu meistern. TOMRA gehört zu den Marktführern im Bereich sensorbasierter Sortiermaschinen. 1972 gegründet ist das Unternehmen heute in rund 80 Märkten weltweit etabliert. Die Spezialisten für optische Verlese-Technologien ermöglichen die Ressourcen-Optimierung entlang der gesamten Prozesskette. Denn je genauer ein Hersteller die Qualität seiner Rohstoffe kennt, desto effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher kann er produzieren. Als Generalist, der in unterschiedlichsten Märkten aktiv ist, profitieren die Experten bei TOMRA von langjähriger Erfahrung, übergreifenden Synergien und Impulsen, gewonnen aus zahlreichen Anforderungen und Anwendungen.


Innovationen und Kundenfokussierung als Schlüssel zum Erfolg

Das Umfeld, in dem TOMRA sich bewegt, ist sehr dynamisch. Entsprechend essentiell sind Innovationen für den Erfolg. Um Innovationsdruck zu vermeiden, beginnt TOMRA stets frühzeitig mit der Weiterentwicklung bestehender Anlagen. So ist das Unternehmen den Bedürfnissen des Marktes oft sogar einen Schritt voraus. „Wir arbeiten intensiv mit unseren Kunden zusammen und hören ihnen zu. Immer mit dem Ziel Anlagen zu entwickeln, die genau das erfüllen, was unsere Kunden jetzt und auch in Zukunft brauchen, um ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken“, erklärt Christian Hofsommer, Area Sales Manager DACH bei TOMRA.

Jüngstes Beispiel für diese kundenfokussierte Produktentwicklung ist die TOMRA 3A, die neuste TOMRA-Sortieranlage für ungewaschene Kartoffeln. Ihre entscheidende Optimierung ist die Integration einer Farberkennung, die neben der Bereinigung von Fremdkörpern wie Steinen oder Erdklumpen zusätzlich das Aussortieren grüner Kartoffeln aus dem ungewaschenen Produktstrom ermöglicht. Zudem ist sie mobil einsetzbar – eine weitere Anforderung der Kunden, die TOMRA aufgenommen und mit der TOMRA 3A umgesetzt hat.

Um auch neue Warengruppen zu erschließen, hat TOMRA länderübergreifend verschiedene Märkte vertikal organisiert. Das heißt, es gibt internationale Spezialisten für definierte Warengruppen, quasi Trendscouts. TOMRA nutzt dies sowohl in Märkten, in denen das Unternehmen bereits präsent ist, als auch und vor allem für die Erschließung neuer Segmente. Beispielsweise konnte TOMRA in den letzten zwei Jahren vorhandene Sortiertechnologien auf die Sortierung von Gewürzgurken adaptieren und damit einen in Europa neuen Markt betreten. Mittlerweile agiert das Unternehmen hier erfolgreich.

Mit modernsten Technologien setzt TOMRA neues Standards auf dem Lebensmittelmarkt

Die Hauptaufgabe der Sortiertechnologien ist stets, möglichst schnell und präzise „gut“ von „schlecht“ zu trennen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat TOMRA eine bahnbrechende Technologie entwickelt: die BSI-Technologie. BSI steht für Biometric Signature Identification – eine Kameratechnologie, mit der TOMRA für jedes Produkt eine Art biometrischen Fingerabdruck anhand von etlichen individuellen Produkteigenschaften bestimmen kann. Dieser ist die Referenz für das Gut-Produkt. Alle Teile des Produktstroms, die nicht diese biometrische Signatur aufweisen, werden aussortiert. Ergänzend setzt TOMRA Laser-Erkennung ein. Dank der Kombination beider Technologien ist es möglich, kleinste und schwierigste Fremdkörper sowie schlechte Ware, die sich rein visuell kaum von der guten Ware unterscheidet, zu erkennen und zuverlässig auszusortieren. Der Fehlausstoß, also Gutprodukt, das fälschlich mit ausgeschleust wird, kann dadurch auf ein Minimum reduziert werden. Das Engineering von TOMRA arbeitet täglich daran, die schier unbegrenzten Möglichkeiten, die diese Technologie bietet, weiter auszuschöpfen. Mittlerweile ist BSI+, die aktuell weiterentwickelte Technologie, bereits Standard für anspruchsvolle Anwendungen, beispielsweise für die Sortierung von Nüssen, Mandeln und ähnlichen Produkten.

Die Sortiertechnologie von TOMRA ermöglicht dem Lebensmittelmarkt ein stetig ansteigendes Level an Präzision, Qualität und Sicherheit. Sie unterstützt die Branche, ihrer wachsenden Verantwortung gerecht zu werden – für die Einhaltung der strikten und immer anspruchsvolleren Anforderungen von Kunden an Lebensmittelsicherheit und -qualität, aber auch gegenüber der Umwelt. Denn die Technologien stellen nicht nur sicher, dass ein Endprodukt frei von Fremdkörpern oder mangelhaften Produkten ist, sondern auch, dass so wenig einwandfreie Ware wie möglich während der Verlesung unabsichtlich aussortiert und verschwendet wird.

Verantwortung für die Umwelt

Die Verschwendung guter Ware zu vermindern, ist eines der großen Anliegen von TOMRA. Mit seiner Sortierpräzision leistet das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und Rohstoff-Optimierung. Im Kontext der Zero-Waste-Bestrebungen spielt auch die Drei-Wege-Sortierung eine große Rolle. Sie trennt Schlechtprodukte nochmals in tatsächlichen Abfall und B-Ware für eine alternative Verwertung. Gleiches gilt für das Re-Sorting, das es den Kunden ermöglicht, aussortierte Ware inline ein zweites Mal durch die Maschine zu verlesen. Wie das funktionieren kann, lässt sich an einem weiteren Beispiel erklären: TOMRA bietet neben Sortieranlagen auch Schällösungen für Kartoffeln und Gemüse an. Der ECO Dampfschäler beispielsweise ist häufig in Produktionsstraßen für Pommes Frites im Einsatz. Über das Verhältnis von Temperatur und Druck wird der Schälvorgang detailliert gesteuert. Schälverluste, also der Anteil einer Kartoffel, der bei der maschinellen Schälung unweigerlich mit entfernt wird, können auf ein Minimum reduziert werden. Nach der Schälung durchläuft die Kartoffel eine optische Verlesung. Werden dabei Schälrückstände erkannt, justiert die Anlage automatisch die Einstellungen für den weiteren Produktstrom nach. Parallel geht die Kartoffel zurück in einen Nachschälprozess. So wird einerseits die Schälqualität sichergestellt, andererseits wird aber auch so wenig Produkt wie möglich mit „abgelöst“. Das rechnet sich wirtschaftlich für Kunden sehr schnell und spart natürliche Ressourcen.

Kunden schätzen Flexibilität, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein

Als starker Partner der Lebensmittelbranche unterstützt TOMRA mit seinen Anlagen und Technologien sowohl die Erzeuger als auch die Verarbeiter. Ein Markenartikler, der für sein Produkt gegenüber dem Einzelhandel und seinen Kunden letztendlich eine hohe Verantwortung trägt, benötigt das Werkzeug, dieser gerecht zu werden. Gleichbleibende, kontrollier- und regelbare Qualität ist hierfür unerlässlich. 24h am Tag, sieben Tage die Woche.

TOMRA Maschinen stehen für eine hohe Verfügbarkeit und sind im Prozessbereich zudem grundsätzlich auf Flexibilität ausgelegt. Das heißt, sie können durch zusätzliche Kameras, alternative Laser oder Softwaremodule nachgerüstet werden. So können Kunden auf wechselnde Anforderungen reagieren und die Rentabilität ihrer gekauften Sortieranlagen über Jahre auf hohem Niveau zu halten.

Zuverlässiger Service und regelmäßige Schulungen

Im Mittelpunkt des TOMRA Services steht die Sicherstellung der zuverlässigen Performance der Anlagen. Ein wichtiger Aspekt zur Vermeidung von Produktionsausfällen sind die so genannten Präventivwartungen von TOMRA. Dabei werden regelmäßig Ersatzteile ausgetauscht, bevor es zu Defekten kommt. Zusätzliche Tests zeigen frühzeitig eventuelle Fehlerpotentiale an. Unter dem Namen TOMRA Care bietet das Unternehmen mehrstufige Wartungsverträge an, die individuell vereinbart werden. Und im Falle eines kurzfristigen Ausfalls stehen natürlich immer die Serviceteams vom TOMRA parat.

Ebenfalls zum Service gehört das Training des mitwirkenden Kundenpersonals. „Gut geschulte Bediener und qualifiziertes Wartungspersonal sind wichtige Bestandteile einer gut funktionierenden Linie“, betont Christian Hofsommer. TOMRA bietet daher speziell abgestimmte Trainingskurse an, die sowohl bei Kunden, als auch im Trainingszentrum in Leuven durchgeführt werden. Damit begleitet das Unternehmen konstant und aktiv den Lebenszyklus der betriebenen Anlagen.

Besonderes Highlight: Das TOMRA Kundenzentrum

Alle Kunden und Interessenten sind stets eingeladen, im Headquarter in Leuven (Belgien) ihre eigenen Produkte gemeinsam mit den Experten vor Ort zu testen. Praktisch jeder Typ Sortiermaschine steht im Kundenzentrum hierfür zur Verfügung. Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Salate, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Erbsen, Fruchtgummis, Chips und vieles mehr kann getestet werden − die Ergebnisse werden mit den TOMRA-Spezialisten diskutiert und ausgewertet. Und am Ende eines Tests weiß der Gast, was möglich ist.