Das Recyclingprogramm für Getränkeverpackungen wird ab dem 1. April auf weitere Verpackungsarten ausgeweitet, um die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben

Morgen weiten die Niederlande ihr Pfandsystem auf Getränkedosen aus 

Bild eines Mannes, der Dosen an Leergutrücknahme-Automaten zurückgibt

Ab morgen, dem 1. April, erweitern die Niederlande ihr Pfandsystem für das Recycling von Getränkeverpackungen auf Getränkedosen aus Aluminium und Stahl. Die niederländische Regierung hat das System im Jahr 2021 außerdem von ausschließlich großen Plastikflaschen auf kleine Plastikflaschen ausgeweitet.

Obwohl sich das niederländische Pfandsystem bisher auf Getränkeverpackungen aus Kunststoff konzentrierte, landen Schätzungen zufolge in den Niederlanden jedes Jahr auch 150 Millionen Getränkedosen in der Umwelt. Nachdem die Zahl der Aluminiumdosen in der Umwelt im Jahr 2020 um 27 % gestiegen war, beschloss die niederländische Regierung, ein Pfand auf Dosen einzuführen. Auf den Preis einbezogener Getränkeverpackungen wird seitdem ein Pfand erhoben, das den Recyclern vollständig zurückerstattet wird, wenn sie das Leergut an die Sammelstellen im ganzen Land zum Recycling zurückgeben.

Mit der Ausweitung des niederländischen Pfandsystems auf Aluminiumdosen wird dem Prozess eine neue Materialart hinzugefügt, die über geeignete Recyclingprozesse in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt werden kann. Dadurch wird die niederländische Kreislaufwirtschaft insgesamt einen Aufschwung erleben.

Rene Hissink
Rene Hissink Senior VP Western and Southern Europe, TOMRA Collection

TOMRA ist der weltweit führende Anbieter von Leergutrücknahme-Automaten, an denen Verbraucher Getränkeverpackungen zum Recycling in Pfandsysteme zurückgeben können. Die Technologie für die Leergutrücknahme von TOMRA ist in der Lage, alle Arten und Materialien von Getränkeverpackungen zu akzeptieren.

Die Entwicklung des niederländischen Pfandsystems

In den Niederlanden gab es jahrzehntelang ein freiwilliges Pfandsystem, um die Wiederverwendung von Flaschen zu ermöglichen. Das Pfandsystem für das Recycling von Getränkeverpackungen in den Niederlanden begann ursprünglich im Jahr 2006 mit ausschließlich großen Plastikflaschen, für die zunächst ein Pfand von einem Gulden erhoben wurde. Heute beträgt das Pfand 0,25 EUR.

Statiegeld Nederland, der niederländische Betreiber des Pfandsystems, verfolgt das Ziel, 90 % der pfandpflichtigen Produkte zurückzunehmen, um die Umwelt sauber zu halten. Auf dem  niederländischen Markt für Erfrischungsgetränke, Wasser und Bier werden jedes Jahr durchschnittlich über 600 Millionen große Plastikflaschen, 900 Millionen kleine Plastikflaschen und rund 2,5 Milliarden Dosen verkauft.

Nachdem schätzungsweise rund 100 Millionen der 900 Millionen jährlich verkauften kleinen Plastikflaschen für Erfrischungsgetränke und Wasser in der Umwelt landeten, hatte die niederländische Regierung beschlossen, ein Pfand auf kleine Plastikflaschen einzuführen. Infolgedessen wurde am 1. Juli 2021 das System um kleine Plastikflaschen mit einem Pfand von 0,15 EUR erweitert.

 

 
Bild einer Familie, die Dosen an einem Leergutrücknahme-Automaten zurückgibt

Das Hinzufügung von Aluminiumdosen

Ab dem 1. April wird das landesweite Pfandsystem auf alle Getränkeverpackungen aus Metall mit einem Fassungsvermögen von bis zu drei Litern ausgeweitet. Für zulässige Dosen beträgt das Pfand 0,15 EUR.

Supermärkte mit mehr als 200 Quadratmetern Fläche und bemannte Tankstellen entlang der Autobahnen sind verpflichtet, als Sammelstellen zu fungieren. Andere Orte, wie Kinos und Sportvereine, können sich bei Statiegeld Nederland als freiwillige Sammelstationen anmelden. Der Einsatz von Automaten zur Leergutrücknahme ist dabei eine einfache, effiziente und kostengünstige Möglichkeit, Verpackungen zu sammeln.

 

Ein System, das Vorteile für die Umwelt bietet

In europäischen Staaten mit Pfandsystem werden im Schnitt 94% der PET-Flaschen zurückgegeben, in Staaten ohne Pfandsystem nur 47 %. In einem Pfandsystem können, beispielsweise über Automaten zur Leergutrücknahme, getrennt gesammelte Verpackungen zu neuen Getränkeverpackungen recycelt werden – TOMRA nennt das Clean Loop Recycling. Dies verringert die Abhängigkeit von Rohstoffen bei der Herstellung neuer Verpackungen und sorgt dafür, dass weniger Abfälle im Meer, auf der Straße oder auf Mülldeponien landen.

Das Pfand verleiht leeren Getränkeverpackungen nicht nur einen finanziellen Wert, sondern kommuniziert auch ihren Wert als wertvolle Ressource für die Gesellschaft. Pfandsysteme zielen darauf ab, Müll zu reduzieren, zu verhindern, dass Ressourcen auf Mülldeponien landen, hochwertiges Recycling zu fördern und den Rohstoffbedarf bei der Herstellung neuer Getränkeverpackungen zu reduzieren.

Für weitere Fragen, Bildmaterial oder Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an [email protected].

Über TOMRA Collection:

TOMRA Collection bietet Automaten für die Leergutrücknahme für das Clean Loop Recycling, welches das Ziel verfolgt, die Gewohnheiten der Gesellschaft zu verändern und wertvolle Ressourcen in einem kontinuierlichen Kreislauf aus Nutzung und Wiederverwendung zu halten. Die Lösungen des Unternehmens sammeln Getränkeverpackungen aus Aluminium, Kunststoff und Glas, um sie kontinuierlich wiederzuverwenden und zu neuen Flaschen und Dosen zu recyceln. Mit über 80.000 Installationen in mehr als 60 Märkten erfassen die Automaten zur Leergutrücknahme von TOMRA jährlich über 45 Milliarden gebrauchte Flaschen und Dosen. Dies verringert die Abhängigkeit von Rohstoffen und stellt sicher, dass weniger Verpackungen auf unseren Straßen, in unseren Ozeanen und auf Mülldeponien landen. Die Automaten zur Leergutrücknahme, digitalen Lösungen und Services von TOMRA machen das Recycling für die Wirtschaft, Systembetreiber, Einzelhändler und Verbraucher einfach und tragen so zu einem nachhaltigeren Planeten bei. Besuchen Sie unsere Leergutrücknahmeseiten auf tomra.com und folgen Sie uns auf Facebook, Twitter, Instagram und LinkedIn.

TOMRA Collection ist ein Geschäftsbereich der TOMRA Group. Heute führt TOMRA die Ressourcenrevolution an und verändert die Art und Weise, wie die Ressourcen des Planeten gewonnen, genutzt und wiederverwendet werden, um eine Welt ohne Abfall zu ermöglichen. Zu den weiteren Geschäftsbereichen des Unternehmens gehören TOMRA Food und TOMRA Recycling. Die Gruppe beschäftigt weltweit rund 4.600 Mitarbeiter und ist an der Osloer Börse notiert.