Verschwommene Silhouette zweier Personen vor einem TOMRA RECUP-Rücknahmeautomaten am Freiburger Hauptbahnhof

Automatisierte Becherrücknahme kommt nach Freiburg


Zwei TOMRA Reuse Leergutrücknahme-Automaten am Freiburger Hauptbahnhof markieren eine Premiere für Deutschland: automatisierte Rücknahme, integriert in ein bestehendes urbanes Mehrwegsystem. Gemeinsam mit dem etablierten RECUP-Netzwerk bieten die Automaten Verbraucherinnen und Verbrauchern eine neue, bequeme Möglichkeit, ihre Mehrwegbecher zurückzugeben – ohne ein teilnehmendes Café aufsuchen zu müssen.

Die richtige Technologie am richtigen Ort

Freiburg nimmt seit langem eine Vorreiterrolle in nachhaltiger Kommunalpolitik ein. Die Stadt verfügt über eine gelebte Mehrwegkultur, ein stetig wachsendes Netz von RECUP-Partnern und eine Verpackungssteuer, die Mehrweg gegenüber Einwegverpackungen gezielt begünstigt. Was der Stadt bislang fehlte, war eine automatisierte Rücknahmeinfrastruktur an hochfrequentierten Knotenpunkten, an denen To-go-Konsum und öffentlicher Nahverkehr unmittelbar aufeinandertreffen.

Der Freiburger Hauptbahnhof erfüllt dieses Anforderungsprofil ideal. Täglich passieren ihn Pendlerinnen und Pendler, Gäste sowie Menschen aus der gesamten Region. Zwei vor Ort installierte TOMRA Reuse Leergutrücknahme-Automaten ermöglichen die Becher-Rückgabe rund um die Uhr – ganz ohne Anstehen an der Theke und mit sofortiger Pfandrückzahlung auf das digitale Zahlungsmittel. Die Automaten erkennen RECUP-Becher automatisch und machen den Rückgabeprozess schnell und reibungslos.

Frau gibt einen RECUP-Mehrwegbecher an einer TOMRA-Rücknahmestation am Freiburger Hauptbahnhof zurück
Porträt von Phillip Goos, CEO von RECUP

«Freiburg zeigt eindrucksvoll, wie das RECUP-Netzwerk an Standorten mit hoher Nachfrage durch zusätzliche Rücknahmeinfrastruktur erweitert werden kann. Hauptbahnhöfe sind zentrale Knotenpunkte: Hier treffen täglich Menschen aus der gesamten Region zusammen, die in die Stadt hinein- oder herausreisen. Mehrweg muss so einfach wie möglich funktionieren, auch über Stadtgrenzen hinweg – und genau das haben wir hier erreicht.»

Technologie, die sich in bestehende Systeme einfügt

TOMRA Reuse stellt sowohl die physische Rücknahmeinfrastruktur als auch die digitale Plattform bereit, auf der das Projekt aufbaut. Die Technologie ist interoperabel ausgelegt: Aktuell nehmen die Automaten RECUP-Becher an, die Infrastruktur kann jedoch künftig für weitere Mehrweg-Gebinde konfiguriert werden. Das macht sie zu einer zukunftssicheren Lösung für Städte beim Ausbau ihres zirkulären Ökosystems.

Entscheidend ist dabei: Automatisierte Rücknahmen erfordern nicht, dass Städte ein System komplett neu aufbauen. Sie stärken und erweitern bestehende Strukturen – indem sie zusätzliche Rückgabepunkte schaffen, die Netzdichte erhöhen und das gesamte Mehrwegsystem alltagstauglicher machen.

Freistehender TOMRA RECUP Leergutrücknahme-Automat auf dem Vorplatz am Freiburger Hauptbahnhof
Sven Hennebach, Senior Manager bei TOMRA Reuse, neben einem TOMRA RECUP Leergutrücknahme-Automaten

«Mehrweglösungen funktionieren am besten, wenn die Rückgabe genauso mühelos ist wie die Nutzung. Freiburg zeigt, wie automatisierte Rücknahme-Automaten bestehende Mehrwegsysteme wirkungsvoll ergänzen. Für Städte ist das ein zentraler Punkt: Es reicht nicht aus, Mehrweg zu fördern oder Einweg weniger attraktiv zu machen. Es braucht die passende Infrastruktur, damit die Menschen Mehrweg ganz selbstverständlich in ihren Alltag integrieren können.»

Erfolgreich im Praxiseinsatz in Aarhus

Die Erfolgsgeschichte von TOMRA Reuse bei stadtweiten automatisierten Rücknahmesystemen basiert auf Aarhus in Dänemark, wo seit Januar 2024 mehr als 30 Rücknahme-Automaten im öffentlichen Raum im Einsatz sind. Die Ergebnisse sprechen für sich: Nahezu zwei Millionen Rückgaben wurden bereits verbucht, und die Rücklaufquote lag in den vergangenen zwölf Monaten bei 89 Prozent – einer der höchsten Werte für ein städtisches Mehrwegsystem in ganz Europa.

Freiburg ist die erste Stadt in Deutschland, die automatisierte Rücknahme-Automaten in ein bestehendes Mehrwegumfeld integriert – ein starkes Signal dafür, was erreichbar ist, wenn infrastruktureller Anspruch und politische Zielsetzung Hand in Hand gehen.

Frau mit Hund gibt einen RECUP-Mehrwegbecher an einem TOMRA Leergutrücknahme-Automaten am Freiburger Hauptbahnhof zurück

Über TOMRA Reuse

TOMRA Reuse ist ein Geschäftsbereich der TOMRA Group, einem weltweit führenden Anbieter zirkulärer Lösungen. TOMRA Reuse entwickelt digitale, rückverfolgbare und effiziente Systeme für wiederverwendbare Take-away-Verpackungen, die bei Großveranstaltungen und in stadtweiten Mehrwegsystemen zum Einsatz kommen. Die TOMRA Group betreibt weltweit mehr als 113.000 Installationen – mit der Vision einer Welt ohne Abfall.

Mann hält einen RECUP-Becher in der rechten Hand, im Hintergrund ein Zug