Seit Betriebsbeginn hat Områ mehr als 55.000 Tonnen gemischte Kunststoffabfälle erhalten – das entspricht 10 kg Kunststoffabfall pro Einwohner in Norwegen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu den Recyclingzielen des Landes für Kunststoff.
Kunststoffverpackungen aus mehr als 350 Gemeinden werden in der Anlage in zehn verschiedene Polymerfraktionen sortiert. So entstehen sauberere Materialströme, die für das Recycling bereit sind. Bei voller Kapazität kann Områ bis zu 90.000 Tonnen pro Jahr verarbeiten.
Områ erhält Kunststoffabfälle aus der getrennten Sammlung in norwegischen Haushalten und seit Kurzem auch aus den beiden Anlagen des Landes zur Sortierung gemischter Abfälle: ROAF (bei Oslo) und IVAR (bei Stavanger). Dennoch liegen die Recyclingquoten für Kunststoffverpackungen in Norwegen unter den europäischen Recyclingzielen – wie in den meisten anderen Ländern des Kontinents.
Die getrennte Sammlung von Kunststoffabfällen ist ein wichtiger und wirksamer Weg, um Kunststoff zu recyceln, reicht allein aber nicht aus. Es braucht zusätzliche Kapazitäten zur Sortierung gemischter Abfälle, um das volle Potenzial des Kunststoffrecyclings zu erschließen.
Områ ist darauf ausgelegt, alle Kunststoffverpackungsabfälle aus norwegischen Haushalten zu verarbeiten. Solange jedoch nur die Hälfte der verbrauchten Menge über die getrennte Sammlung erfasst wird, ist das Recyclingziel von 55 % bis 2030 nicht zu erreichen. Um die volle Wirkung zu entfalten, braucht es mehr vorgelagerte Sortierinfrastruktur, kontinuierliche Optimierung und starke Partnerschaften in der gesamten Wertschöpfungskette.
Områ: Ein Modell für optimiertes Kunststoffrecycling
Områ ist ein praktischer Beleg dafür, wie Technologie, industrieller Betrieb, Zusammenarbeit im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung und kommerzielle Abnahme zusammenwirken können, um mehr Kunststoff zurückzugewinnen und Closed-Loop-Recycling zu unterstützen.
„Områ zeigt, was möglich wird, wenn fortschrittliche Sortiertechnologie mit starken Partnerschaften in der Wertschöpfungskette kombiniert wird“, sagt Joachim N. Amland, SVP und Leiter von TOMRA Feedstock. „Die Anlage hilft dabei, Material, das allzu oft verbrannt oder deponiert wird, in eine nutzbare Ressource für das Recycling zu verwandeln.“
Im ersten Jahr ist Områ außerdem zu einer wichtigen Referenzanlage geworden und hat rund 60 Besuche von Stakeholdern empfangen. Hochrangige Besuche in jüngster Zeit, unter anderem des norwegischen Klima- und Umweltministers, haben gezeigt, wie Kunststoffe vom Restabfall zu Rohmaterial werden können, das für optimiertes Recycling bereitsteht.