Vorsortierstraße

Technologie allein reicht nicht aus, um eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen

Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit, weltweites Bevölkerungswachstum: das sind die bestimmenden Themen des 21. Jahrhunderts. Sie durch den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft anzugehen, ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. TOMRA hat erkannt, dass Technologien allein nicht ausreichen, um eine Kreislaufwirtschaft zu schaffen: Die Politik, die Mitwirkung der Verbraucher sowie die Zusammenarbeit der Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Technologie allein reicht nicht aus, um eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen


Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit, weltweites Bevölkerungswachstum: das sind die bestimmenden Themen des 21. Jahrhunderts. Sie durch den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft anzugehen, ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. TOMRA, ein weltweiter Marktführer auf dem Gebiet sensorgestützter Technologien mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in verschiedenen Branchen wie der Lebensmittel-, Recycling- und Bergbauindustrie, hat erkannt, dass Technologie allein nicht ausreicht, um eine Kreislaufwirtschaft zu schaffen: Die Politik, die Mitwirkung der Verbraucher sowie die Zusammenarbeit der Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Von linearen zu zirkulären Verfahren überzugehen und mit ihnen erfolgreiche Wirtschaften aufzubauen, erfordert eine radikale Reduzierung der Umweltbelastung bei der Rohstoffgewinnung, eine verringerte Nutzung von Primärrohstoffen, die Entwicklung abfallfreier Produkte, die Wiederaufbereitung von Materialien, um sie weiterhin im Gebrauch zu halten, sowie die Einführung von Technologien zur Gewährleistung eines regenerativen Systems.

Ein ganzheitlicher Ansatz zur Erreichung einer Kreislaufwirtschaft: ReSociety


TOMRA befindet sich in einer hervorragenden Position, um zum Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beizutragen. Das Unternehmen arbeitet hierzu mit wichtigen Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um neue Methoden, Verfahren, Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen ReSociety ins Leben gerufen, eine globale Gemeinschaftsinitiative mit dem Ziel, für eine nachhaltigere Zukunft unserer Welt, neu zu denken, neu zu handeln und neu zu starten. Sie bietet der Industrie, politischen Entscheidungsträgern, Unternehmen und Verbrauchern einen Ort, um Ideen auszutauschen, für Themen zu sensibilisieren, mit Menschen, die Lösungen ermöglichen, zusammenzuarbeiten und einen wirkungsvollen Wandel voranzutreiben. Die Initiative ist zudem eine Plattform, auf der TOMRA proaktiv die Ergebnisse seiner umfassenden Forschungstätigkeit und multinationalen Studien zu ganzheitlichen Abfallentsorgungssystemen, die für die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft unverzichtbar sind, zur Verfügung stellt.

Unser Engagement für die Kreislaufwirtschaft ist unumstößlich. Bis vor Kurzem war es unvorstellbar, dass Akteure der gesamten Wertschöpfungskette an einem Tisch zusammenkommen. Von Chemieunternehmen über weiterverarbeitende Betriebe bis hin zu Einzelhändlern, Markeninhabern, Entsorgungsbetrieben und Recyclingunternehmen – mit echtem Engagement wird nach Lösungen gesucht. Wir sind stolz darauf, unseren Teil dazu beizutragen: Wir teilen unser Wissen, entwickeln neue Lösungen und setzen uns Tag für Tag dafür ein, dass unser Planet nachhaltiger wird. Wir haben mit der Recyclingbranche angefangen und sind hier insbesondere das Problem der Kunststoffabfälle angegangen. Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Akteuren hat sich in diesem Zusammenhang als besonders fruchtbar erwiesen. Wenn wir jedoch zukünftigen Generationen eine bessere Welt hinterlassen wollen, reicht Recycling allein nicht aus. Alle Branchen müssen ihren Beitrag leisten. Aus diesem Grund wollen wir bei TOMRA auf unsere Erfahrungen im Bereich Recycling aufbauen und gemeinsam mit der Bergbauindustrie daran arbeiten, die Umweltbelastung durch ihre Tätigkeiten zu verringern. Das bedeutet, grüne Lösungen für den Bergbau zu finden, die bei der Rohstoffgewinnung weniger Energie und Wasser verbrauchen – und zugleich CO2-Emissionen konsequent senken – und Möglichkeiten zu finden, wie Abfälle in Wertstoffe umgewandelt werden können. Mit der Recyclingbranche arbeiten wir daran, die Berge von Kunststoffabfall zu reduzieren. Dasselbe wollen wir im Bergbau erzielen. Hier wollen wir die Abraumhalden von Bergbaubetrieben angehen.

Volker Rehrmann
Volker Rehrmann TOMRA Executive Vice President und Leiter Recycling/Mining
Moderne Bergbautechnologie mit einem kleinen ökologischen Fußabdruck


Ebenso wie andere Sektoren muss auch die Bergbauindustrie zur Lösung der ökologischen Herausforderungen unserer Zeit beitragen. Bergbauunternehmen müssen Wege finden, die Effizienz ihrer Betriebsabläufe zu maximieren und den Verbrauch von Wasser und anderen Ressourcen zu reduzieren. Zugleich müssen Abfälle und die Auswirkungen auf die Umwelt so weit wie möglich minimiert werden. Unter anderem müssen die Lagerung und Handhabung von Abraum, der eine potenzielle physikalische und chemische Gefährdung der Umwelt darstellt, effizient organisiert werden.

Die modernen sensorgestützten Sortiertechnologien von TOMRA können nicht nur die Umweltbelastung durch den Bergbaubetrieb deutlich reduzieren. Sie können auch nach der Stilllegung zu einer vollständigen Sanierung des Standorts genutzt werden. Zudem ermöglichen sie eine wesentlich effizientere Nutzung von Ressourcen. Auf diese Weise bieten sie Bergbauunternehmen einen doppelten Vorteil: eine größere Nachhaltigkeit und eine bessere Wirtschaftlichkeit.

 Die sensorgestützte Sortiertechnologie von TOMRA reduziert nachweislich den Energie- und Wasserverbrauch gegenüber herkömmlichen Verfahren wie der Schwimm-Sink-Trennung (Dense Media Separation, DMS) und steigert zugleich die Effizienz und die Gewinnung wertvoller Erze. Eine umfassende Studie von Alchemy Process Plants (AlcPro), in der diese Aufbereitungsmethoden miteinander verglichen wurden, kam zu dem Schluss, dass die Lösung von TOMRA außerdem mehrere Kostenvorteile bringt.

Erik Bruggink erklärt: „Zwar sind die Kapitalkosten beider Trennkreisläufe vergleichbar, beim Schwimm-Sink-Verfahren müssen jedoch auch die Kosten für die Behandlung des im Kreislauf verwendeten Wassers sowie die Kosten für die Wassernutzungslizenzen und die Absetzanlagen berücksichtigt werden. Darüber hinaus benötigt die sensorgestützte Technologie von TOMRA keine Reagenzien und die Wartungskosten beschränken sich auf die Sortiermaschine und die mit ihr verbundenen Förderbänder, Siebe und Rutschen.

Der Wasserverbrauch ist ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Umweltbelastung durch einen Bergbaubetrieb, da er die lokale Versorgung stark beeinträchtigen kann. Wasserbewirtschaftungsstrategien sind unerlässlich, um den Verbrauch des Betriebs zu senken und die künftige Wasserversorgung der umliegenden Gemeinden sicherzustellen. Die Water Research Commission in Südafrika hat ein Projekt in Auftrag gegeben, in dessen Rahmen ein Kompendium der besten Verfahren und technologischen Innovationen in Bezug auf Wassereinsparung und Wasserbedarfsmanagement im Bergbausektor zusammengestellt werden soll. In ihrer Studie identifizierte Youlita Vemblanathan die Sortiertechnologie mit Röntgentransmission (XRT) von TOMRA als eine Lösung, die zu einer erheblich effizienteren Wassernutzung führen würde.

Indem sie den Wasserverbrauch und die feinkörnigen Abfälle des Bergbaubetriebs reduzieren, tragen die sensorgestützten Sortiertechnologien von TOMRA zudem zur Lösung des Problems feuchter Aufbereitungsrückstände bei und verringern die mit Dämmen von Absetzbecken verbundenen Risiken.

Vale zwei
José Guilherme Valadares Projektkoordinator Erkundung und Mineralprojekte bei Vale
Vale prüft derzeit die Einführung der sensorgestützten Sortierung für verschiedene Prozesse in mehreren Minen in Brasilien.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Abfall in Wertstoff umwandeln


Die sensorgestützte Sortiertechnologie von TOMRA kann zu Praktiken der Kreislaufwirtschaft in Bergbaubetrieben und Aufbereitungsanlagen beitragen und unbedeutenden Abfall in Wertstoff umwandeln, was sich sowohl auf die Nachhaltigkeit als auch auf die Wirtschaftlichkeit des Betriebs positiv auswirkt. Dies ist auch der Fall in der Wolfram-Mine der Wolfram Bergbau und Hütten AG in Mittersill, Österreich, wo TOMRA zwei COM Tertiary XRT-Sortierer installiert hat.

Die Sortieranlage in der Scheelit-Aufbereitung in Mittersill sortiert Abfallstoffe mit einer Größe von 16 bis 60 mm aus. Dies macht das Zermahlen und die Flotation überflüssig, was normalerweise bei diesem Material erforderlich wäre. Im Vergleich zu diesen Verfahren ergeben sich bei groben Abfallstoffen daher die folgenden Einsparungen: Ein um 75 % niedrigerer Energieverbrauch; Wasser und Reagenzien für die Flotation sind nicht erforderlich. Eine weitere Ressourceneinsparung: Die abgetrennten Abfälle können an die lokale Bauindustrie verkauft werden. Die Absetzteiche werden entlastet und die Belastung der Natur durch lokale Kiesgruben wird verringert. Durch das Sortiersystem wird also nicht nur der ökologische Fußabdruck des Bergbaubetriebs, sondern auch der Kieswerke in der Umgebung verringert.

Alexander Mosser
Alexander Mosser Leiter der Erzaufbereitungsanlage
Nachhaltigkeit schafft neue Möglichkeiten

Die sensorgestützten Sortierlösungen von TOMRA bieten Bergbaubetrieben nicht nur die erwiesenen ökologischen Vorteile, sondern auch zusätzlichen Nutzen. Sie können es erleichtern, die am Anfang eines Bergbauprojekts erforderlichen Genehmigungen zu erhalten, da sie nachweislich für einen effizienten Einsatz von Wasser und Energie, deutlich weniger Abraum, sowie Chemikalien/Reagenzien sorgen und die Risiken für die Umwelt, wie durch einen Dammbruch an einem Absetzbecken, senken.

Das auf Seltene Erden spezialisierte Bergbauunternehmen Cheetah Resources hat von der kanadischen Bundesregierung einen Kredit für den Kauf einer Sortiermaschine von TOMRA für sein Demonstrationsprojekt in der Nechalacho-Mine in Yellowknife erhalten. Grund war die nachhaltige Leistung der XRT-Technologie der Maschine. Die Sortierlösung reduziert den Wasser- und Kraftstoffverbrauch erheblich, macht den Einsatz von Chemikalien überflüssig und sorgt für weniger Rückstände während des Abbauprozesses. Reste von Taubgestein können zur zukünftigen Verwendung gelagert oder für Infrastrukturprojekte wie für den Straßenbau verwendet werden. Ziel des Projekts ist die Schaffung einer umweltfreundlichen Anlage zur Förderung Seltener Erden, die für grüne Technologien verwendet werden, was in der Region Arbeitsplätze schaffen und wirtschaftliche Vorteile bewirken wird.

„Wir gehen davon aus, dass wir mit diesem Projekt die wirtschaftliche Machbarkeit sowie die technischen und ökologischen Vorteile der sensorgestützten Sortierung von Seltenen Erden für die Herstellung eines wertvollen Seltenerd-Mischkonzentrats in den Nordwest-Territorien demonstrieren werden“, erklärte David Connelly, Vice President of Corporate Affairs and Strategy bei Cheetah Resources.

Der Weg in eine nachhaltigere Zukunft beginnt heute


Die Überwindung der Umweltverschmutzung durch den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der Bergbau hat als Rohstofflieferant hierbei eine Schlüsselrolle zu spielen. Dennoch ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich. Neben einem effizienten Betrieb und einem effizienten Abfallmanagement bei der Gewinnung der Primärrohstoffe muss auch der übermäßige Verbrauch eingeschränkt und sichergestellt werden, dass Produkte für die Wiederverwendung konzipiert sind und am Ende ihrer Lebensdauer problemlos recycelt werden können. Zu einem solchen ganzheitlichen Ansatz gehört auch die globale Sensibilisierung der Industrie und der Verbraucher.

Die Rohstoffe, die der Bergbau liefert, sind für unsere moderne Lebensweise und für die Technologien der Energiewende von entscheidender Bedeutung. Der Bergbau ist der Eintrittspunkt für diese notwendigen Materialien. Daher wird sich der Kreis für sie nie vollständig schließen lassen. Dies sollte jedoch als Chance für die Bergbauindustrie begriffen werden, zu überdenken, wie sie diese wichtige Aufgabe mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt erfüllen kann. Für nachgelagerte Sektoren ist es zudem wichtig, den Fokus von ihrem Kerngeschäft auf die Wertschöpfungskette um sie herum zu verlagern, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Die Wiederverwendung kann durch die Nutzung bestimmter Metalle verbessert werden, die unbegrenzt recycelbar sind und deren natürliche Beständigkeit und rostfesten Eigenschaften zur Lebensdauer der Produkte beitragen, in denen sie verwendet werden.

Mathilde Manager
Mathilde Robben Key Account Manager bei TOMRA Sorting Mining
Als weltweiter Vorreiter bei der Förderung eines Kreislaufs der Ressourcen hat TOMRA sich das Ziel gesetzt, die Abfallbewirtschaftung von Post-Consumer-Plastikverpackungen weltweit auf ein neues Level zu bringen. Das Unternehmen will ermöglichen, dass bis 2030 40 % aller weltweit hergestellten Post-Consumer-Plastikverpackungen für Recyclingzwecke gesammelt werden können. Mit einem ähnlichen ganzheitlichen Ansatz, der Zusammenarbeit und Partnerschaften über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg aufbaut, können im Bergbau ebenso ehrgeizige Ziele zur Verringerung der Umweltbelastung erreicht werden.

Es gibt heute wirtschaftlich tragfähige Lösungen, die den Weg zu einer wirklich umweltfreundlichen Bergbauindustrie beschleunigen können. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, dies in Angriff zu nehmen – und unsere Zukunft mithilfe von Technologien, bewährten Strategien und der Zusammenarbeit aller Akteure nachhaltiger zu gestalten.