People hiking in nature

Nachhaltigkeit bei TOMRA Collection 

Weltweit nehmen TOMRA Leergutrücknahme-Lösungen jährlich über 50 Milliarden gebrauchter Getränkebehälter zurück und ermöglichen so ein Clean Loop Recycling (Recycling im geschlossenen Kreislauf) und eine Wiederverwendung in über 60 Märkten. Mit unserer ambitionierten Strategie wollen wir diesen positiven Beitrag in den kommenden Jahren weiter verstärken und unser Unternehmen fit für neue und wachsende ökologische Herausforderungen machen.

Die Berechnung der vermiedenen Emissionen von TOMRA Collection folgt einer Methodik, die wir gemeinsam mit den unabhängigen Nachhaltigkeitsexperten von Eunomia entwickelt haben. Sie steht im Einklang mit den internationalen Leitlinien des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD).¹
 
„Vermiedene Emissionen“ sind Treibhausgase, die gar nicht erst entstehen, weil TOMRA-Lösungen im Einsatz sind. Für die Berechnung vergleichen wir zwei Szenarien: eine Welt mit den TOMRA Rücknahme- und Material-Handling-Lösungen und eine Welt ohne sie. Die Differenz zeigt, wie viele Emissionen durch unsere Technologien und Dienstleistungen vermieden werden.¹
 
Als Berechnungsgrundlage dienen reale, jährlich erfasste Daten zur Anzahl der Getränkebehälter, die über TOMRA-Leergutrücknahme-Automaten zurückgegeben werden. Wir setzen auf eine jährliche Betrachtung statt auf langfristige Prognosen. Das sorgt für konservative und transparente Ergebnisse.¹
 
Der Vergleich hängt von der Rolle ab, die TOMRA im jeweiligen Markt einnimmt. In Märkten, in denen wir Leergutrücknahme-Automaten bereitstellen, vergleichen wir das heutige Pfandsystem mit einem System ohne den Komfort, die Automatisierung und die Kompaktierung durch unsere Automaten. In Märkten, in denen wir zusätzlich das Material-Handling verantworten, vergleichen wir das heutige System mit einem Szenario, in dem diese Services fehlen und das Pfandsystem nicht effektiv funktionieren würde.²
 
Leergutrücknahme-Automaten machen die Rückgabe von Flaschen und Dosen einfach, schnell und bequem. Das positive Erlebnis bei der Rückgabe führt zu höheren Rücklaufquoten als bei Systemen, die auf manuelle oder schwer zugängliche Sammelmethoden setzen.³
 
Die Emissionsvermeidung beruht auf drei Haupteffekten: Erstens führen höhere Rücklaufquoten zu mehr recycelten Flaschen und Dosen. Das spart Emissionen, weil weniger Neu-Material produziert werden muss und die Behälter nicht in der Verbrennung oder auf Deponien landen.² Zweitens sind Behälter aus Pfandsystemen sauberer und leichter sortierbar, was den Energieaufwand in der Sortierung senkt.² Drittens verdichten unsere Automaten die Behälter direkt am Rückgabeort, was die Anzahl der Transporte für dieselbe Materialmenge deutlich reduziert.²
 
Daten zu Rücklaufquoten und zur Leistung von Pfandsystemen stammen aus länderspezifischen Informationen von Reloop und anderen öffentlichen Quellen.⁴ Annahmen über die Unterschiede zwischen Systemen mit und ohne Leergutrücknahme-Automaten basieren auf der Erkenntnis, dass Pfandsysteme mit komfortablen Rückgabeoptionen durchweg höhere Rücklaufquoten erzielen.³
 
Die Emissionsfaktoren für recycelte Materialien basieren auf etablierten Industriedaten und von Fachleuten geprüften Studien (Peer-Review) und sind in den Ökobilanz-Modellen von Eunomia zusammengefasst.⁵ ⁶ ⁷ ⁸ ⁹ ¹⁰ ¹¹
 
Wir wenden dieselben Annahmen konsequent auf beide Szenarien an.¹ Die Ergebnisse sind von Rücklaufquoten und Systemdesign abhängig, weshalb wir konservative Annahmen treffen und wesentliche Einschränkungen transparent dokumentieren. Vermiedene Emissionen spiegeln die umfassende Klimawirkung der TOMRA-Lösungen wider, sie reduzieren jedoch nicht die offiziell ausgewiesenen Treibhausgasemissionen des Unternehmens. Sie werden getrennt von den eigenen Emissionen von TOMRA berichtet und nicht dazu verwendet, Klimaneutralität oder Netto-Null zu beanspruchen.¹
Quellen
 
1. World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Guidance on Avoided Emissions (2023). Abgerufen von wbcsb.org.
2. Eunomia & TOMRA Collection. Avoided Emissions Methodology (2024).
3. TOMRA. Deposit Return Systems White Paper: Rewarding Recycling – Unlocking Circularity. Abgerufen von tomra.com.
4. Reloop Platform. Global Deposit Book und zugehörige länderspezifische Datensätze zu Pfandsystemen. Abgerufen von reloopplatform.org.
5. PlasticsEurope. Lebenszyklusdaten und Emissionsfaktoren für Kunststoffproduktion und -recycling. Abgerufen von plasticseurope.org.
6. Franklin Associates. Life‑cycle inventory data für Kunststoffverpackungsmaterialien. Abgerufen von fal.com.
7. Chen, Yuedong, Zhaojie Cui, Xiaowei Cui, Wei Liu, Xinlei Wang, XinXin Li, and Shouxiu Li. "Life cycle assessment of end-of-life treatments of waste plastics in China." Resources, Conservation and Recycling 146 (2019): 348-357.
8. Mendes Campolina, Juliana, Carolina São Leandro Sigrist, Jane Maria Faulstich de Paiva, Andréa Oliveira Nunes, and Virgínia Aparecida da Silva Moris. "A study on the environmental aspects of WEEE plastic recycling in a Brazilian company." The International Journal of Life Cycle Assessment 22, no. 12 (2017): 1957-1968.
9. International Aluminium Association. Daten zu Emissionen aus Aluminiumproduktion und -recycling. Abgerufen von international-aluminium.org.
10. British Glass. Branchendaten zu Emissionen aus Glasproduktion und -recycling. Abgerufen von britglass.org.uk.
11. Glass Packaging Institute. Daten zur Glasherstellung und zum Glasrecycling. Abgerufen von gpi.org.
12. Zier, Michael, Peter Stenzel, Leander Kotzur, and Detlef Stolten. "A review of decarbonization options for the glass industry." Energy Conversion and Management: X 10 (2021): 100083.

  • Trees see against a pink and blue sky

    Bestätigte, wissenschaftsbasierte Klimaziele 

    Als einziger Anbieter von Leergutrücknahme-Lösungen hat TOMRA Klimaziele, die von der weltweit führenden Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigt sind.
  • TOMRA sensor technology

    Life cycle assessments

    Wir erstellen für unsere Produkte umfassende Ökobilanzen (Life Cycle Assessments, LCAs).
  • TOMRA Executive Leadership Team

    Nachhaltigkeit als Anreiz 

    Der Erfolg unserer nachhaltigen Transformation ist direkt an die Vergütung unserer Führungskräfte gekoppelt.
  • Retailers posing in front of a TOMRA R1 reverse vending machine

    Erfolg, der verbindet 

    Wir operieren in einem Netzwerk, in dem alle Teilnehmer miteinander verbunden sind: TOMRA mit unsere Lieferanten und Sie mit Ihren Lieferanten. Dies bedeutet: wenn wir erfolgreich sind, 

Leergutrücknahme-Systeme und Nachhaltigkeit

Das wirtschaftliche Umfeld ist im Wandel – wir sehen darin eine große Chance. Unsere Strategie ist klar: Wir machen das, was wir am besten können, noch besser und reduzieren dabei die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit. Seit über 50 Jahren treiben wir die Ressourcenproduktivität voran und arbeiten für eine Welt ohne Verschwendung. Der Wandel, der heute von Unternehmen gefordert wird, entspricht genau unseren Werten. Deshalb gehen wir ihn mit voller Überzeugung an!

Unser Ansatz zur Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA) analysiert den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung. Die Berechnung der Umweltauswirkungen erfolgt nach der Methode EF 3.0¹, während wir für die Berechnungen und die Ergebnisanalyse SimaPro und Ecochain Mobius einsetzen.
 
In der Herstellungsphase berechnen wir die Umweltauswirkungen, indem wir einzelne Komponenten aus der Stückliste (Bill of Materials, BOM) nach Materialkategorien gruppieren und sie dann mithilfe von ecoinvent² mit den entsprechenden Herstellungsauswirkungen verknüpfen.
 
Für die Montagephase nutzen wir für die Analyse Daten zum Energieverbrauch und Abfallaufkommen vergleichbarer Produkte.
 
Die Nutzungsphase decken wir durch Daten zum Energieverbrauch (im Ruhe- und Aktivmodus), zu Wartungseinsätzen und zum erwarteten Reparaturbedarf ab. Als Referenzmarkt (Proxy-Markt) für LCA-Berechnungen dient uns in der Regel Deutschland. Dieser Markt ist für TOMRA zentral und liefert konservativere Schätzungen für energiebedingte Emissionen als der europäische Durchschnitt. Gleichzeitig bietet er eine klare geografische Basis zur Berechnung von Transportdistanzen.
 
Die Auswirkungen am Lebensende bewerten wir anhand durchschnittlicher Recyclingquoten aus relevanten, aktuellen Quellen wie beispielsweise JRC (2020)³.
 
Mit dem Cut-off-Ansatz teilen wir die Umweltlasten aus dem Recycling verursachergerecht auf die Produktlebenszyklen auf. Endet der Lebensweg eines Materials (z. B. auf einer Deponie oder in der Verbrennung), werden die Auswirkungen dem Produkt zugeordnet und fließen in die Ergebnisse ein. Wird das Material hingegen recycelt, werden die Auswirkungen nicht dem Produkt zugeordnet und bleiben somit unberücksichtigt.
 
Quellen
 
1. Fazio, S., Castellani, V. Sala, S. Schau, EM. Secchi, M. Zampori, L., Diaconu E. 2018. Supporting information to the characterisation factors of recommended EF Life Cycle Impact Assessment method.
2. JRC 2020. Product Environmental Footprint Category Rule for IT Equipment.
3. Wernet, G., Bauer, C., Steubing, B., Reinhard, J., Moreno-Ruiz, E. & Weidema, B. 2016. The ecoinvent database version 3 (part I): Overview and methodology. Int J LCA, 21, 1218-1230.
Our life cycle assessment (LCA) approach considers the entire life cycle of our products, including the production-, use- and end-of-life phases. The EF 3.0 method¹ is used to calculate the environmental impact while SimaPro and Ecochain Mobius are used to perform the calculations and analyze the results.

 

Unsere Strategie ist klar: Wir machen das, was wir am besten können, noch besser und reduzieren dabei die Umweltauswirkungen unseres Handelns.“

Madeleine Brun Landmark
Madeleine Brun Landmark Head of Sustainability

TOMRA Retility: Maßnahmen entlang des Produktlebenszyklus

  • Anders Ertsås on reverse vending machine design

    Material 

    Weniger Materialeinsatz, mehr nachhaltige Werkstoffe.
  • A hand traces the drawn lines of a product design

    Design

    Längere Produktlebensdauer und einfachere Wartung.
  • Image of TOMRA R2 reverse vending machine

    Service & Betrieb 

    Effizienter und proaktiver Service
  • Am Ende des Lebenszyklus 

    Kreisläufe für Aufarbeitung und Reparatur schaffen - inklusive der Wiederaufbereitung (Remanufacturing) und dem Wiederverkauf von gebrauchter Automaten.

Die Ziele von TOMRA Retility

Wiederverwendung vorhandener Teile und Komponenten aus ausgemusterten Produkten, und sicherstellen, dass nichts verschwendet wird.

Zum Beispiel Einsatz von recycelten und recycelbaren Materialien bei der Herstellung von Produkten und Ersatzteilen.

Durch Aufarbeitung, Reparatur, Wiederaufarbeitung (Remanufacturing) und intelligente Innovationen verbessern wir die Langlebigkeit und Lebensdauer unserer Produkte.

 

Verantwortung für Altgeräte und Serviceteile

Der positive Beitrag unserer Leergutrücknahme-Automaten ist enorm. Auch wenn sie das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, stehen wir in der Pflicht: Wir sorgen dafür, dass ihre Entsorgung so geringe Auswirkungen wie möglich haben.

"Ein Weg, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, ist es, unsere Produkte am Ende ihrer Nutzungsdauer besser recycelbar zu machen und mehr Recyclingmaterialien in der Produktion einzusetzen."

Marius Fraurud, Head of TOMRA Collection
Marius Fraurud Head of TOMRA Collection

Unser Unternehmen auf dem Weg zu einem geringeren ökologischen Fußabdruck

TOMRA ist ein Hersteller von Anlagen und Maschinen – und wir übernehmen Verantwortung für unsere Produkte: von der Produktion über die gesamte Nutzungsdauer bis zum Ende ihres Lebenszyklus.
Im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi) haben wir uns öffentlich dazu verpflichtet, die negativen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit Jahr für Jahr zu verringern.Through the Science-Based Targets Initiative, we've made a public commitment to reduce the negative impacts of our operations, each and every year.
Wir sind ein wertegetriebenes Unternehmen mit einer klimabewussten Kultur. Unsere Resource Revolutionaries sind und bleiben der Motor unserer Nachhaltigkeitstransformation!